Anna – von hinten wie von vorne

Es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn ich habe meinen persönlichen Mount Everest bezwungen die Anna, mein Raglantunikaschnitt ist eeendlich fertig.

Anna ist eine Raglantunika für Kinder im Krippen- und Kindergartenalter. Der Schnitt geht von Gr.80 bis Gr. 128 und kann in zwei verschiedenen Weiten genäht werden.
Es gibt verschiedene Ärmelvarianten, nämlich Ärmel mit langen Bündchen, geraffte Ärmel mit kurzen Bündchen, gesmokte Ärmel, Ärmel mit Gummibandraffung und kurze Ärmel.
Zusätzlich passen auch die Ärmel vom Onno zur Anna.

Das Besondere an Anna ist der Halsausschnitt, der ist vorne und hinten gleich, so dass es egal ist, wie rum die Tunika angezogen wird, sie sitzt immer „richtig“ Das ist perfekt für kleine Selbermacher, die gerade lernen, sich selbst anzuziehen und auch schon für die etwas größeren Träumer, die bei ihren Shirts gerne mal vorne und hinten verwechseln. Auch Eis- und Soßenkleckse sollen schon auf dem Rücken unter Strickjacken versteckt worden sein 😉 *pssst*

Angezogen fällt die besondere Ausschnittform übrigens nicht auf. Lille trägt auf dem Foto die Tunika vom Titelbild mit einem 0815-Body mit amerikanischem Ausschnitt drunter, da guckt nichts raus.


Die Bündchenärmel sind meine Lieblingsärmelform. Alles steckt schön warm, die Ärmel machen jede Bewegung mit, ohne hinter zu rutschen und trotzdem lassen sie sich z.B. zum Händewaschen ganz einfach hinterschieben (und bleiben dann auch da, so sie sein sollen).


Der Schnitt hat ein tolles Mitwachspotential. Die Tunika auf beiden Fotos ist die gleiche, einmal mit, einmal ohne Bügelmotiv. Die genähte Größe ist die 104.
Mein linkes Model trug zu dem Zeitpunkt der Aufnahme Gr. 92, das rechte Model Gr. 116. (Die Qualität der Fotos ist unterirdisch, das waren nur schnelle Passformcheckhandyfotos und mein altes Handy hat grottige Fotos gemacht. 😉 )

Das Ebook gibts ab sofort in meinem Dawandashop (für Kunden aus Deutschland) *klick* und auch bei alles-fuer-selbermacher (für alle) *klick* zu kaufen.

Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich die Anna als meinen Mount Everest bezeichnet habe:
Die erste Version vom Schnitt hab ich im Oktober 2013 erstellt, als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin von Bo. Ich wusste genau, wie das Shirt aussehen sollte, nur so ein Schnitt war nirgendwo zu finden. Rückblickend waren die Stoffe für ein Mädchen in der rosa-Glitzer-Prinzessinnenphase nicht die perfekte Wahl, aber das war das „mädchentauglichste“, was ich damals in meinem Stoffschrank hatte 😉


Das erste Vor-Probenähen fand über den Jahreswechsel 2013/2014 statt und das endgültige Probenähen im Januar 2015. Dann kam irgendwie das Leben dazwischen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich wurde schwanger und konnte gesundheitsbedingt in der Zeit nicht weiterarbeiten. Und nachdem man mit Baby ja bekanntlich auch zu nix kommt, hat es sich eben bis jetzt hingezogen.

P.S. Nachdem ich das geschafft habe, sollte ich vielleicht nochmal versuchen, das „Glasperlenspiel“ zu lesen, denn das ist mein literarischer Mount Everest 😉

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